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22. November 2007, 18:31

CO2 ausgestoßen

von: CwB, www.andersleben.at

CO2 oder wie es sonst noch heißt

CO2, Kohlenstoffdioxid, ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es handelt sich um ein nicht brennbares, farb- und geruchloses Gas. Dieses wird von Pflanzen während der Photosynthese - unter Mitwirkung von Chlotophyll und Sonnenlicht - in Glukose umgewandelt. Aufgrund der höheren Dichte von CO2 im Vergleich zu Luft sinkt dieses ab, gefährliche Konzentrationen entstehen vor allem in Bodennähe. Das der Gruppe der Kohlenstoffoxide angehörende Kohlenstoffdioxid wird umgangssprachlich auch als Kohlendioxid, oft auch fälschlich als Kohlensäure bezeichnet. Letztere entsteht eigentlich erst, wenn man Kohlenstoffdioxid in Wasser löst. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung E 290.

CO2-Konzentration in der Luft

War die CO2-Konzentration in den letzten 10.000 Jahren relativ konstant bei 0,028 %, begann sie zu Beginn der Industrialisierung (19. Jahrhundert) mit einem Höhenflug. Derzeit liegt der CO2-Anteil in der Atmosphäre bei 0,0381 % (2006), Tendenz um 0,00015 bis 0,0002 % pro Jahr steigend.

Die Energiegewinnung durch Verbrennung fossiler Brennstoffe hat in letzter Zeit in den Industrieländern stark zugenommen. Der Mensch verursacht derzeit etwa pro Jahr 36 Mrd t CO2 weltweit. Im Vergleich zum insgesamt jährlich produzierten Kohlenstoffdioxid von insgesamt 550 Mrd. t CO2 erscheint das wenig. Der Großteil wird aber von natürlichen Quellen produziert, es gibt dort keinen Zuwachs. Der mangelnde Einsatz entsprechender den Ausstoß minimierender Verfahren haben so eine Zunahme des Treibhauseffektes zur Folge - also eine Erwärmung des Erdklimas.

In einem deutschen Wochenmagazin habe ich gelesen, dass PKWs, von denen nur etwa 12 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland stammen, nicht das Hauptproblem darstellen. Einen höheren Anteil steuern nämlich die Stromerzeugung in Kraftwerken (43 Prozent), die Industrie (16 Prozent) und private Haushalte (14 Prozent) bei. Das bedeutet, dass eine Senkung bei Autoabgasen um 20 Prozent auf 130 Gramm / km - wie in Deutschland bis 2012 vorgesehen - nur etwa 2 Prozent Senkung insgesamt bedeutet. Meiner Meinung nach ist das ein erster Schritt. Außerdem möchte ich wissen, worauf die restlichen 15 % entfallen ;-)

Unmittelbare Gefahr durch CO2

Bekannter Weise verdrängt CO2 Sauerstoff in der Luft, wodurch Erstickungsgefahr besteht. Eine hohe Konzentration im Blut führt aber auch zur Verminderung oder sogar Aufhebung des reflektorischen Atemreizes (Atemdepression, Atemstillstand), eine Wirkung, die viel schneller eintritt als das Ersticken. Die landläufige Meinung, die einzige Gefahr des CO2 sei das Ersticken, ist also falsch. Deshalb ist auch die "Kerzenprobe" zum Erkennen gefährlicher Sauerstoffknappheit im Weinkeller nicht sinnvoll. Bei einer Konzentration von 5 Vol-% treten Kopfschmerzen, Schwindel und Bewusstlosigkeit auf, bei 8 Vol-% kommt es nach 30–60 Minuten zum Tod. Deshalb sollte man an eine Rettung von Personen, die sich in mit CO2 angereicherter Luft befinden, nur denken, wenn man adäquate Ausbildung und Ausrüstung hat - am besten also nur, wenn man zu den Rettungskräften gezählt wird.

Im Blut gelöstes CO2 aktiviert hingegen in natürlicher oder leicht gesteigerter Konzentration das Atemzentrum des Gehirns.

Kalkwasserprobe

Mittels der Kalkwasserprobe kann man CO2 nachweisen. Das Kalkwasser erhält man, indem man Calciumhydroxid (Ca(OH)2) in Wasser löst. Bei Einleiten von Kohlenstoffdioxid trübt sich diese Lösung. Das Nebenprodukt der Reaktion, Wasser, ist dann frei von CO2.

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