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18. November 2007, 19:23

Kalt, kälter, Erkältung?

von: CwB, www.andersleben.at

Es ist wieder soweit, Zeit für die kalte Jahreszeit, Schnee, Tee und was sonst noch alles an- und vom Himmel herunterfällt. Um auch jetzt gesund und fit zu bleiben, habe ich nach Tipps gesucht, die genau das versprechen - nachfolgend das Ergebnis meiner Suche.

Heißer Tipp auch in kalter Jahreszeit: Lüften

Die Ursache für Erkältungen sind Viren, die im Winter vermehrt auftreten. Ein Grund ist, dass man in dieser Jahreszeit Räume geschlossen hält und schlecht lüftet - ideale Lebensbedingungen für Viren. Beim Niesen werden diese mit 900 km/h rund 12 Meter weit durch das Zimmer geschleudert. Die großen Tröpfchen sinken zu Boden, kleinere hingegen bleiben oft noch Tage in der Luft. Um diese loszuwerden, sollte man regelmäßig lüften.

Vitamine für den Winter

Unsere Schleimhäute sind ob der niedrigen Temperaturen schlechter durchblutet und der Wechsel zwischen Wärme drinnen und Kälte draußen belastet unseren Organismus. Besonders wichtig ist dann eine ausgewogene Vitamin-Versorgung.

Vitamin C bietet zwar - glaubt man neueren Studien - keinen direkten Schutz vor Erkältungskrankheiten, hat aber eine Schlüsselfunktion bei wichtigen Aufgaben des Immunsystems. Es verringert so Dauer und Schwere der Infektion, ein Defizit würde das Immunsystem beeinträchtigen. Kombiniert man Vitamin C mit Vitamin A, stärkt und schützt es die Schleimhäute, unsere erste Barriere für Krankheitserreger.

Obwohl man die Vitamine auch in Form von Präparaten einnehmen kann, verwertet der Körper die in natürlicher Form am besten: Fünf Mal täglich eine Portion Obst oder Gemüse - jede davon etwa so groß wie die eigene Hand. Bei der Suche nach Vitaminen in Früchten muss man nicht auf exotische Arten zurückgreifen, die durch den Transport den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß in die Höhe treiben. Auch einheimisches Obst und Gemüse der Saison bietet reichlich Vitamine: Kohl, Möhren, Kürbis, Lauch und Rosenkohl bekommt man auch im Herbst, genauso wie mineralstoff- und vitaminreiche rote Rüben, Sellerie und Wirsing. Neben den typischen Wintersalaten Chicoree und Feldsalat sind auch Keimlinge wie Radieschensprossen, Kresse oder Brokkolisprossen geeignet. Vitamin-C ist auch in grünem Paprika, Sauerkraut, Erdäpfeln und nicht ganz so einheimisch in Kiwis und Zitrusfrüchten enthalten.

Mehr Nahrung für den Winter

Neben essentiellen Nährstoffen wie Vitamine oder Mineralstoffe können auch "sekundäre Pflanzenstoffe" das Immunsystem stärken. Das sind natürliche Inhaltsstoffe von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide, die gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Genauer gesagt vermindern sie Zahl und Aktivität der krankheitserregenden Mikroorganismen.

  • Knoblauch besitzt durch seine schwefelhaltigen Verbindungen antimikrobielle Eigenschaften. In etwas geringerer Konzentration kommen diese auch in Zwiebeln, Lauch, Schalotten und Schnittlauch vor.
     
  • Kohlgemüse, Kresse, Meerrettich und Senf unterstützen durch ihre keimtötenden Senföle die Abwehr.
     
  • Flavonoide (z. B. Quercetin) binden virale Proteine (Eiweiße) und beeinträchtigen die Vermehrung der Viren. Obst und Gemüse, vor allem Zwiebel, Grünkohl, Äpfel und Beeren punkten aus diesem Grund. Quercetin aus dem Verzehr einer erhitzten Zwiebel wird sogar besser vom Körper verwertet als bei der Einnahme von reinem Quercetin.
     
  • Genauso wichtig sind Mineralstoffe und Spurenelemente, insbesondere Eisen, Zink und Selen. Eine Unterversorgung bedeutet eine Beeinträchtigung des Immunsystems. Eine ausreichende Versorgung ist aber durch eine abwechslungsreiche Mischkost gewährleistet. Zink muss täglich zugeführt werden, das Spurenelement wird nicht vom Körper gespeichert.

Trinken

Auch in der kalten Jahreszeit muss man ausreichend trinken. Die Heizungsluft trocknet die menschlichen Schleimhäute aus, welche dadurch die Bakterien nicht mehr so gut abfangen können. Neben den 1,5 bis 2 Litern Wasser, Tee oder Saft, die man auch jetzt pro Tag trinken sollte, helfen Pflanzen im Zimmer oder Wasserbehälter auf der Heizung, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Mal nach draußen

Die Temperaturen und das schlechte Wetter halten einen oft davon ab, ins Freie zu gehen. Da man drinnen aber auf engerem Raum mit anderen Menschen zusammen ist, steckt man sich dort auch leichter an. Am besten man betreibt - je nach Alter und Gesundheitszustand - etwa drei Mal die Woche Sport an der frischen Luft. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es schweißtreibende Sportarten wie Joggen und Rad fahren sind oder eine ruhigere wie wandern und Yoga. Dadurch kann sich der Körper am besten - und vor allem ganz von selbst - auf den Winter einstellen.

Wellness

Vorbeugend kann man eine Kneippkur oder die Sauna besuchen - um sich abzuhärten und das Immunsystem aufzubauen. Bei knapp bemessener Zeit empfehlen sich morgendliche Wechsel-Duschen als Alternative.

Zu spät, erwischt!

Das beste Mittel, wenn es einen dann doch einmal erwischt hat: Ruhe und sich - auf starke Medikamente verzichtend - im Bett auskurieren. Das dauert so lange, wie es dauert. Der Körper wird so aber nicht überbeansprucht und kann dann der nächsten Erkältung besser standhalten.

Da man die ersten Anzeichen einer Erkältung meist nicht bewusst wahrnimmt, sollte man Obst, Gemüse und Vollkornprodukte generell auf den Speiseplan setzen.

Quellen: GMX und der Verband der Österreichischen Ernährungswissenschaft/er

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