Gefühlsbetontes Schlemmen
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von: CwB, www.andersleben.at
Primär versorgt man durch essen den Körper mit Energie und essenziellen Nährstoffen. Um aber aus den vielen heute zur Auswahl stehenden Nahrungsmitteln unsere Mahlzeit zusammenzustellen, hören wir auf unsere Gefühle.
Liebe geht durch den Magen! Auch des umgekehrten Weges, unseren Gefühlshaushalt durch essen wieder ins Lot zu bringen, bedienen wir und häufig.
Kummerspeck. Schlechte Gefühle können durch die entsprechende Nahrung gedämpft werden. So wird Stress oft mittels essen bekämpft - etwa wenn sich Studenten kurz vor einer Prüfung eben dadurch ablenken. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine seelische Störung.
Seelentröster. Die obige "Stresslösung" wird meist mit kohlenhydratreicher Nahrung, die den Serotonin-Spiegel im Hirn erhöht, oder Nahrung, die viel Fett oder Zucker enthält, umgesetzt. Dadurch kann zwar die Wirkung von chronischem Stress vermindert werden, der Körperfettanteil erhöht sich dadurch aber ganz bestimmt.
Wir werden bei der Wahl unserer Nahrung durch unterschwellig emotionale Reaktionen geleitet. Nahrung, die uns schmeckt, dämpft schlechte Gefühle.
Dies kann soweit gehen, dass der Geschmack suchtartige Prozesse im Gehirn auslöst, auch wenn der Körper dann keine Nährstoffe erhält. Diese würden erst nach einer gewissen Zeit Wirkung zeigen, während die Anzeichen für Sucht sofort auftreten. Dies geht so rasch, da der Geschmack die Ausschüttung von Endorphin oder Dopamin bewirken kann.
Die Informationen habe ich übrigens einem Artikel der Zeitschrift Gehirn & Geist (Ausgabe 5/2007) entnommen. Diese Ausgabe ist sehr zu empfehlen!