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08. Februar 2009, 14:00

Delphine in der Dose

von: CwB, andersleben.at

Vor kurzem habe ich mit einem Arbeitskollegen über das Thema "Fischfang vs. Aquakultur" diskutiert. Der Vorteil eines gefangenen Fisches ist, dass dieser nicht so stark mit Medikamenten belastet ist wie einer aus einer Aquakultur. Dafür verfangen sich auch andere Meeresbewohner - etwa Delphine - in den feinmaschigen Netzen und sterben. Ein weiterer Maluspunkt ist, dass Meerestiere oft mit Schwermetallen und Toxiden belastet sind.

Nun habe ich heute auf einer Fischdose das Zeichen "Delphinschonend gefangen" gesehen. Selbstverständlich stellte sich mir die Frage, wie das gehen soll...

Von der Suchmaschine wurde ich sofort auf die Seite von Greenpeace (www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/artikel/tunfischfang_nur_ein_problem_fuer_delfine/#abschnittFangmethoden) verwiesen:

Thunfische schwimmen häufig unter Delphinen, weshalb die Fischer hinter diesen herjagen, um erstere aufzuspüren. Beim Fangen gehen aber oft auch die Delphine ins Netz.

Verschiedene Fangmethoden, verschiedene Vor- und Nachteile:

Hochsee-Treibnetze durchkämmen die oberen Regionen und fischen diese so regelrecht leer. Es sterben dabei auch viele andere, größere Fische. Es würde zwar nicht viel Unterschied machen, ob ich meinen Hunger mit dem einen oder dem anderen Fisch stille, aber die anderen Fische werden eben nicht verwertet. Sie sterben sinnlos als sogenannter "Beifang" - das ist um so schlimmer, wenn sie vom Aussterben bedroht sind - und dadurch das empfindliche Gleichgewicht im Meer gestört wird.

Eine andere Methode ist die Langleinen-Fischerei. Wenn man diese verantwortungsvoll betreibt, das bedeutet, man verwendet wenige Haken pro Leine (2-8), ist sie arbeitsintensiver als die meisten anderen Fangtechniken. Dafür bleiben die Fischbestände relativ stabil und man kann sehr gezielt fischen. Anders sieht die Sache aus, wenn man wie die Fischindustrie mit tausenden Haken auf einer Leine fischt, dann ist die Zielgenauigkeit dahin.

Mein Thunfisch kommt, wie die meisten in Europa erhältlichen, aus Südost-Asien - genauer aus Thailand. Wie auf der Greenpeace-Seite zu lesen ist, fehlen aber für diese Gebiete Kontrollen auf See. Somit ist das Siegel "Delfin-freundlich gefangen" keine Garantie für eine Delfin-freundliche oder gar umweltfreundliche Herkunft. Es ist eher zur Beruhigung der Konsumenten gedacht - damit sie mit ruhigem Gewissen die Dose kaufen. Ein Spiel mit zwei Gewinnern: die Fischindustrie, weil sie so weiter machen kann wie bisher und der Konsument, weil er ein ruhiges Gewissen hat. Auf der Strecke bleiben lediglich die Meeresbewohner, die sich nicht zu wehren vermögen.

Eine Verbesserung würden unabhängige Kontrolleure an Bord jedes Thunfisch-Fang-Schiffes sowie ein daraus resultierendes, vertrauenswürdiges Öko-Siegel für Fischprodukte bringen.
Das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council), das Label "Friend of the Sea" (FOS) und das SAFE-Produktkennzeichen (vom amerikanischen Earth Island Institute) garantieren etwa nicht, dass die Fische nicht, wie so oft der Fall, qualvoll im Netz ersticken.

Die Website des Dosenfischherstellers ist im Übrigen mit Firefox nicht benutzbar, es kommt immer der Hinweis, dass kein Flash-Plugin installiert ist - obwohl ich das neueste installiert habe - und es mit dem Internet Explorer dann auch problemlos ging. Dort wird auf das Earth Island Institute verwiesen. Dadurch ist zwar ausgeschlossen, dass zum Fangen meines Thunfisches Hochsee-Treibnetze verwendet wurden, aber eben nicht, dass die Fische qualvoll erstickt oder andere Meeresbewohner als Beifang gestorben sind.

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Kommentare

09. Februar 2009, 09:20 Sinnloses Sterben

von: Astrid

Danke für den Beitrag! Norwegens Fjorde sind weitgehend ausgefischt. Die Fischbestände – werden die Fischfang-Betriebe nicht eingestellt – sind auch in ein paar Jahren so erschöpft, dass es wohl oder übel keine andere Möglichkeit mehr geben wird, als Fisch-Felder zu errichten, um damit den wachsenenden Bedarf an Fisch zu stillen.

Grausam aber wahr. Ich bin selber Vegetariere, esse weder Fisch noch Fleisch. Ich esse weder Fisch noch Fleisch seit fast 3 Jahren. Dafür muss ich auf andere Art und Weise meine wichtigen Vitamine zu mir nehmen. Zum Beispiel durch Soja. Was aber auch andere Gefahren birgt, denn schon alleine in den letzten Jahren musste eine Fläche von Frankreich und Portugal als Soja-Anbau Feld dienen im Brasilianischen Urwald. Buchstäblich bin auch ich verantwortlich für die Rodung der Grünen Lunge. Die auch Kinderstube von einigen vom Aussterben bedrohter Tierarten ist. Eine Lösung dafür gibt es nur dann, wenn ich mich gezielt von einheimischen Produkten ernähre. Auch die beste Lösung für meine Gesundheit, denn ich bin Österreicherin, und somit ist Mitteleuropäisches-Essen die beste Nahrung für meinen Körper. Und ich helfe auch einheimischen Bauern wieder durch den Verkauf ihrer Speisen "am Leben" zu bleiben.

Schwieriges Thema, auch jetzt wo die EU die Europäische-Fischerei industrialisieren soll. Daraus entsteht unweigerlich -> Ersetzen von Kleinen Fischereibetrieben durch Industrialisierten Betrieben (Arbeitslosenrate steigt) -> Fang von unfrischem Fisch (weil länger unten im Meer wenn schon tod, und erheblicher Druck) -> billige Verarbeitung -> Qualitätsverlust -> Essen am Teller schmeckt nicht.
Aber scheinbar zählt nur das Geld: Billig Einkaufen geht nur, wenn vorher der Fisch (die Ware) billig gefangen und billig verarbeitet wurde.

Und jeder ist daran beteiligt, keiner kann in Zeiten wie dieser folgende Argumente anbringen: "Ich kann ja nicht anders, ich habe kein Geld für besseres Essen." – "Ich habe davon nichts gewusst!" Denn wir alle, die diese Zeilen lesen, die einen Fernseher, Internet-Zugang haben, Zeitung lesen oder anderwertig sich informieren können, können sich einen Mehrkosten-Beitrag von viell. umgerechnet 50 - 100 Euro mehr leisten im Monat, um besseres, ökologisch wertvolleres Essen zu kaufen.

Die Frage stellt sich nur: Was will ich?

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09. Februar 2009, 09:37 Soja

von: CwB, andersleben.at

Soweit ich weiß, sind nicht die Vegetarier dafür verantwortlich, dass so viel Soja benötigt wird. Es sind die Fleisch-Esser. Die Tiere müssen gefüttert werden und da liegt das Problem. Man benötigt das - ich hoffe, ich habe die Zahlen richtig im Kopf - drei- bis vierfache an Soja, also Futter, um mit Fleisch genauso viele zu ernähren, wie mit Soja. Hinzu kommt, dass die Menschen in den Industrieländern schon so verwöhnt sind, dass sie jeden Tag ihr Fleisch erwarten.

Was den höheren Preis bei Bio- und Fairtrage-Produkten angeht, bin ich der Überzeugung, dass er für viele - auch in Österreich - zu teuer ist. Gestern habe ich mir überlegt, dass die, die sich ein gänzlich biologisches und nachhaltiges Leben leisten könnten, gerade die sind, die ihr Geld mit nicht biologischen Produkten verdienen.

Und dass manche davon nichts wissen, hängt damit zusammen, dass wir es in unserer Kultur gewohnt sind, dass wir konsumieren - und nicht, dass wir eigenverantwortlich handeln, uns also selbst darum sorgen, Informationen zu bekommen. Deshalb sind wir auch so empfänglich für die verschiedenen Manipulationen...

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09. Februar 2009, 10:01 Manipulation

von: Astrid

Manipulieren, ist die eine Sache, die andere Sache ist, in einer Spaßgesellschaft ohne Rücksicht auf Verluste aufzuwachsen und gewohnt zu sein, seine Leere mit Materialismus aller Art zu stopfen. Fehlendes Verantwortungsbewusstsein steigert die Ohnmacht, steigert die Passivität und führt zu einer Lebensgewohnheit, in der sich jeder selbst der nächste ist.

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09. Februar 2009, 10:22 verantwortung

von: Sari

Ein guter Beitrag, Astrid!

Unsere Gesellschaftskultur denkt und handelt wahrscheinlich deshalb so, weil sie sich hilflos vom Standpunkt des eigenen Handelns aus fühlt. Viele Menschen fühlen sich hilflos in ihrem Handeln und Dasein. FWas will man als Einzelner schon groß ändern".... Doch ich meine, wenn jeder dieser Einzelnen nur noch heimische Produkte oder solche von seinem Nachbarsbauern kaufen würde, wären all diese Dinge nicht möglich.

Das Zitat von Astrid ich habe davon nichts gewusst sagt vieles über die Verfahrenheit der Situation aus in der die Gesellschaftskultur sich befindet:
Gestern waren wir im Kino, den Film "Operation Walküre" anschauen. Auf dem Heimweg habe ich nachgedacht, wie es soweit hatte kommen können.
Ich habe eine Zeitung von 1938 gelesen. Damals wurden Eier rationsweise ausgegeben; es herrschte Nahrungsmittelknappheit und eine hohe Arbeitslosigkeit. Auch damals sagten die Menschen ich habe davon nichts gewusst und doch war es die Gesellschaftskultur, die für das Massenmorden verantwortlich war, die im Kollektiv diesen Holocaust toleriert hat.

Heute sind die Arbeitslager ausgelagert und irgendwelche ungreifbaren Abstraktionen in Schlagzeilen, wie Internetberichten. Sie wurden in Worte der Globalisierung und Billigproduktion gepackt. Sie sind beispielsweise in Costa Rica auf Ananasplantagen und in Afrika auf Monokulturen zu finden. Der Holocaust findet im Meer, Arbeitslagern und Schlachthöfen statt. Menschen steben für Ananas und die Bananen, damit wir uns € 1,50 sparen. Was verschwunden ist, ist der Anführer der zur Verantwortung gezogen werden könnte. Das "démos" (aus dem Griechischen "volk" und deren "kratia" die Herrschaft) fordert die Umverteilung.

Meiner Meinung nach wissen wir von alldem und aus der Verantwortung wird uns niemand nehmen.

Die € 1,50 mehr für eine Fairtrade Ananas und viele andere in ähnlichen Arbeitslagern hergestellten Produkte könnten sich die Menschen leisten, wenn sie wollen würden. Sie geben um ein Vielfaches dieses Geldes für alltäglichen Unsinn, wie nächtliche Eskarpaden und Unterhaltung aus.

Wenn alle darüber nachdenken würden, was sie wirklich brauchen und ihr Handeln nach der Maxime lenken "was du nicht willst, dass man dir antu, füge keinen anderen zu", würde die Welt etwas anders aussehen.

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09. Februar 2009, 10:41 working poor

von: CwB, andersleben.at

Wenn man sich überlegen muss, ob man am nächsten Tag genug zu Essen hat, verstehe ich es auf jeden Fall, dass man sich nicht viel um Fairtrade und Bio kümmert, wie schon hier diskutiert wurde. Auch davor dürfen wir unsere Augen nicht verschließen.

Das ist das Problem einer Mehrklassengesellschaft. Wenige haben sehr viel, und viele haben sehr wenig - obwohl sie hart arbeiten. Die sogenannten "working poor". Und das ist das unfaire. Diese Personen arbeiten und können sich trotzdem nicht ernähren - geschweige denn, dass sie sich gesund ernähren können. Ich bin der Überzeugung, dass in dem selbstregulierenden System Gesellschaft bald eine Umverteilung stattfinden wird. Wenn die working poor nicht mehr überleben können, dann werden sie sich erheben. Und es sind sehr viele...

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09. Februar 2009, 10:57 Armut

von: Astrid

Es geht also auch um Armut auf allen Ebenen. Die Armut ist Ausdruck von Unausgewogenheit. Demnach ist der Schlüssel zum Glück eine Respektable Umgangsform aller Lebewesen. Geld ist das Blut in der westlichen Gesellschaft. Das Blut das uns am Leben erhält. Das gierige Blut das wenn wir daran arm sind, zu Verzweiflungstaten.

Das Problem warum wir uns dessen nicht durch und druch bewusst sind, ist, weil wir die Verzweiflung, die Angst, die nackte Traurigkeit nicht sehen.
Was passiert tagtälich, wenn wir uns in unsere kuscheligen Betten schlafend legen:
Mütter in den "Shanty"-Towns kochen heißes Wasser, legen Steine rein, um ihre Kinder solange hinzuhalten, dass es bald was zu essen gibt, bis sie vor lauter Warten eingeschlafen sind. Das ist die tagtägliche Taktik der Ärmsten, die den größten Teil der Weltbevölkerung ausmachen.

Wir schmeißen alleine tagtäglich Essen einfach weg, 2-Tage altes Brot ist Abfall.

In einer Zeit wie dieser stirbt also ein Kind nicht aus Hunger sondern aus Mord.

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09. Februar 2009, 11:21 Abstriche machen

von: Astrid

Danke Sari für deinen Beitrag!

Ich sehe es genauso, jeder kann Abstriche machen, und zumindest auf einen Teil verzichten. Ich zum Beispiel gehe nie Fort, dafür leiste ich mir hauptsächliche Bio-Essen. Ist teurer, aber dafür esse ich bewusster und genieße das Essen. Ich wertschätze die Schätze der Natur viel mehr, sobald ich weiß, dass ich wertvoll und nachhaltig eingekauft habe.

Ich merke wie verführerisch, Schnellgemachtes ist. Doch wenn ich anhalte, mich mitte, und von meiner Mitte aus navigiere, handle und lebe, fällt es mir sehr leicht, in Ruhe und Geduld mit dem nötigen Respekt, Essen zuzubereiten und zu verzehren. Denn das ist wichtig, bewusst leben, in der Gegenwart von der eigenen Mitte aus.

Ich schenke dem Essen Platz in mir sich zu entfalten, und das Essen schenkt mir Ihre Kraft, die es durch Sonne und Erde aufgesogen hat.

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09. Februar 2009, 11:28 Zeitvergeudung in der Gegenwart

von: CwB, andersleben.at

Wenn ich die beiden Aktivitäten gegenüber stelle - fortgehen und Essen zubereiten, dann ist eher ersteres für mich eine Zeitvergeudung.

Auch ich bin überzeugt, dass man im hic et nunc, im Hier und Jetzt, leben sollte. Vergangenem kann man nachtrauern und Zukünftiges kann man sich ausmalen, aber das sollte man meiner Meinung nach nur in Maßen machen, ansonsten verpasst man die Gegenwart - und kann der dann nur noch nachtrauern. (Beides läuft im Gehirn übrigens sehr ähnlich ab - bei den Zukunftsplänen bedienen wir uns sehr stark unserer Erinnerungen)

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09. Februar 2009, 11:36 eine maxime..

von: Sari

Alles ist dadurch geschehen, dass alle diese Leute glauben, dass es Umstände auf der Welt gäbe, in welchen menschliches Verhalten gegen einen Mitmenshen nicht mehr Pflicht sei...
.. alles hängt davon ab, dass diese Leute als Gesetz anerkennen, was kein Gesetz ist, und dass, was ein ewiges, unabänderliches, unaufschiebbares in das menschliche Herz geschriebenes Gesetz ist, das erkennen sie nicht als Gesetz an.

Diese Leute sind schrecklich. Sie sind fürchterlicher als Räuber. Der Räuber kann immer noch Mitleid haben, diese Leute aber können nicht bemitleiden: sie sind gegen das Mitleid versichert wie die Steine gegen die Vegetation.
Wenn die psychologische Aufgabe gestellt würde: wie ist es einzurichten, dass die Menschen unserer Zeit, Christien, humane, einfache, gute Menschen, die schrecklichsten Missetaten verüben, ohne sich dabei für schuldig zu halten, so ist nur eine Lösung möglich: gerade das, was ist, diese Menschen müssen Bänker, Politiker, Gouverneure, Inspektoren, Offiziere, Polizisten sein, das heißt, sie sollen erstens überzeugt sein, dass es eine Beschäftigung gegen muss, bei welcher man mit seinen Mitmenschen wie mit Sachen, ohne menschliches, brüderliches Verhalten gegen sie, umgehen darf und zweitens, die Menschen müssen durch diesen Dienst so gebunden sein, dass die Verantwortlichkeit für die Folgen ihrer Handlungen anderen Menschen gegenüber nie auf einen Einzelnen von ihnen fällt. Sonst gibt es keine Möglichkeit, in unserer Zeit so schreckliche Taten zu verüben. Die ganze Sache liegt darin, dass die Menschen glauben, es gebe Umstände, so man mit den Menschen one Liebe umgehen dürfe; solche Umstände gibt es aber nicht! Mit Sachen kann man ohne Liebe umgehen, man kann ohne Liebe Bäume fällen, Ziegel machen, Eisen schmieden; mit Menschen aber kann man nicht ohne Liebe umgehen, ebensowenig, wie man Bienen ohne Vorsicht behandeln darf.

Auszug aus dem 1842 geschriebenen Buch von Leo Tolstoi "Auferstehung".

1842 ist nun 167 Jahre her. Man sieht - die ethischen Fragen an den Menschen waren bereits vor 167 Jahren die selben. Wärend wir uns technisch ransant weiter entwickelt haben und auf den Mond fliegen (wärend wir nicht mal 1% unserer eigenen Meere erkundet haben), sind wir humanistisch und menschlich in die Steinzeit (die Antike war weiter!) zurückgefallen.
Die Industrialisierung- und Robotisierung des Menschen wird heute auch in der humanen Psychoanalyse behandelt. (Literaturhinweis: Erich Fromm - Wege aus einer kranken Gesellschaft).
Das neue Ars Electronica Center in Linz zeigt neue Bilder vom Menschen - als Roboter; als Ding.

Wärend Tolstoi in seinem Roman von menschlichen Verhalten spricht, weite ich nach meiner persönlichen Philosophie diese Maxime gerne auf alle Lebewesen aus, wie ich auch meine, dass es keine Unterscheidung gibt zwischen dem Körper und der Integrität einer Kuh, eines Hundes, Menschen oder dem eines Fisches. Nicht substanziell gesehen, sondern Ethisch.

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09. Februar 2009, 12:05 Mangel an Empathie

von: CwB, andersleben.at

Der Mensch unserer Gesellschaft leidet an einem akuten Mangel an Empathie. Er kann sich nicht mehr in andere hineinversetzten und so auch nicht mehr abschätzen, was sein Handeln bei anderen bewirkt.

Es stellt sich also gar nicht erst die Frage, ob er es unterlässt, er kann es gar nicht mehr. Da die Empathie einer Theorie zufolge großen Einfluss auf die Entwicklung des Menschen hatte, könnte das offene System Umwelt sich genau so selbst regulieren. Dann würde das das Ende der Gesellschaft - vielleicht auch das Ende der Menschheit bedeuten...

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