CwB
31. August 2010, 19:51 - Hellas Naxos!
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12. August 2010, 17:52 - Samenspende
In den letzten Wochen habe ich mich etwas intensiver mit dem Thema Fortpflanzung auseinandergesetzt. Ausgangsbasis bildetete die These, dass sich jedes Lebewesen - und auch jede Pflanze - fortpflanzen muss, um weiterhin seinen ökologischen Fußabdruck auf unserem Planeten hinterlassen zu können.
Dabei gibt es verschiedene Fortpflanzungsstrategien, welche ich auszugsweise in unserem Garten kennenlernen konnte. Als Projekt für die nächste Zeit habe ich mir vorgenommen, von jeder Gemüseart Samen zu sammeln, im nächsten Jahr einzusetzen und die Fortschritte zu protokollieren.
Sehr interessant ist die Beobachtung, wie unterschiedlich die Ausbeute bei den Samenspendern ausfällt. Manche Sorten überleben mit wenigen Nachfahren, manche benötigen viele davon...
Hier nun die ersten Samenspenden:


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05. Juli 2010, 23:11 - Bringt eh alles nichts
Stimmt. Ich kann keine Berge versetzen - und auch nicht der Sklaverei auf Erden ein Ende bereiten. Soll ich deshalb von all meinen diesbezüglichen Bemühungen ablassen?
"Du kaufst Bio? Bringt doch nichts. Eh alles Lug und Betrug."
"Fair Trade? Glaubst du, du veränderst die Welt, indem du Fair Trade kaufst?"
Zumindest handle ich nach meinen Idealen und schwimme nicht bloß mit dem Strom!
Und ich habe solche Aussagen schon ziemlich satt!
Andererseits muss ich gestehen: heute habe ich mir Shorts aus China und Vietnam gekauft. Die ethische Einsicht kam leider erst auf dem Nachhauseweg... Hätte ich die Welt gerettet, wenn ich keine Billig-Produkte aus China gekauft hätte? Oder sie zumindest geändert? Die ganze sicher nicht - aber vielleicht einen kleinen Teil - um ein kleines Stück. Und darauf kommt es an.
Und wenn es sich gar nicht um Sklavenarbeit handelt?
Ich rechne es einmal durch: 30 Euro pro Hose... wenn ich nur die Arbeitszeit auf Basis des Stundenlohns rechne, den mein Arbeitgeben für meine Dienste an die Kunden verrechnet, dann wären das 19 Minuten - exklusive Rohstoffe, Transport und Handel. Und die drei letztgenannten machen wahrscheinlich den größeren Anteil der 30 Euro aus. Aja, habe ich vergessen: das Leben in China ist ja günstiger als hier bei uns. Denen brauchen wir kaum was zu bezahlen - lucky us! Sonst kämen sie ja aus dem Sklaventum heraus und importierten Produkte würden mehr kosten als die heimischen!
Apropos nachgerechnet. Auf einem Schokoladenpapier von Zotter habe ich folgende Angaben gefunden:
WAS KOSTET KAKAO?
gefunden auf einem Verpackungspapier der Zotter-Schokolade Marille ... in&out
Kakao ist börsennotiert und der Preis schwankt. Aktuell brechen die Preise durch den Himmel: 2.300 US$/t. 2008 gab es die Tonne noch für 1000 US$.
FAIRTRADE sichert die Bauern ab und garantiert einen Mindestpreis von 1.600 US$/t. Wird dieser überschritten, erhalten die Bauern den höheren Preis plus 150 US$/t. Für Bio-Kakao kommen noch 200 US$/t dazu.
Von der anderen Seite aufgerollt heißt das: der 100g FAIRTRADE Schokoriegel darf 1,2 Eurocent - wenn er obendrein noch Bio ist, insgesamt 3,2 Eurocent - mehr kosten als der konventionelle.1
Kleine Ergänzung: Bei dieser Berechnung fehlen selbstverständlich unbekannter Weise die Mehrkosten für etwaige andere Bio-Zutaten!
- Ich habe den Umrechnungskurs US$ / EUR vom 05.07.2010 verwendet
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Frisch von unserem Urlaub auf Naxos zurück, hier retrospektiv ein paar Gedanken dazu.
Das erste denkwürdige Ereignis gab es bereits bei der Sicherheitskontrolle. Ich hatte außer meiner Geldtasche und meinem Gewand nichts bei mir. Die Geldtasche abgegeben, das Gewand anbehalten, bin ich durch den Metalldetektor gegangen, der sogleich gepipst hat! Das einzige Metall, das ich mit hatte, war der Reißverschluss meiner Hose - und vielleicht das Amalgam in meinen Zähnen. Nicht einmal der Hosenknopf war aus Metall!
Meine Freundin kam hingegen mit deutlich mehr Metall und ohne Pipser durch - zumindest beim ersten Mal. Nachdem sie nochmals kurz rausgegangen ist und dann ohne Handgepäck ein zweites Mal durchgeht, schlägt der Detektor an und man durchsucht sie aufs Gründlichste. Jetzt stellt sich mir die Frage, worauf dieser reagiert! Auf Reisende ohne Handgepäck? Wird er etwa bei verdächtigen Passagieren per Knopfdruck ausgelöst? Ist man ohne Handgepäck verdächtig?
Ob der späten Landung in Santorini und der bereits abgefahrenen Fähre wurden wir in ein Hotel gebracht. Andere Gäste wären früh genug angekommen, um die Fähre zu erreichen, wurden aber trotzdem für eine Nacht auf Santorini einquartiert. Was uns zu denken gab.
Das Hotel war zwar ein Fünf-Stene-Hotel, das sich jedoch unmittelbar neben dem Flughafen befand - und es landen und starten dort so einige Flugzeuge! Am Pool gab es einerseits zu meiner Freude Holz-Liegen, andererseits wurde man dort pausenlos beschallt. Wie man sich dabei entspannen kann, ist mir ein Rätsel - zum Glück gab es keine Animateure! Mir hat sich dann auch die Frage gestellt, ob bei einem Cluburlaub eine Rückkehr ins Kindesalter stattfindet - sorgenfrei durch "all inclusive" muss man sich um nichts kümmern - und hat auch noch Spielgefährten in Form von Animateuren...
Zweiter Tag, erster Sonnenbrand. An diesem Tag ging unsere Fähre nach Naxos - leider erst um 16:00 Uhr. Man hat mir versichert, dass es sich dabei um die einzige zuverlässige Möglichkeit handelt, Naxos von Santorini aus zu erreichen. Um so erstaunter war ich, als am Vormittag des folgenden Tages - und auch an den anderen Tagen zu unregelmäßigen Zeiten - neue Gäste in userem Hotel eintrafen. Wie sind die auf die Insel gekommen? Einzige Erklärung, die mir einfällt ist, dass sie von einer der umliegenden Inseln gekommen sind.
Da es beim Buchen für uns ein großes Anliegen war, den Menschenmassen aus dem Weg zu gehen, um uns in Ruhe entspannen zu können - und ob des zwar schönen, aber für uns zu großen Hotels auf Santorini - war das Hotel auf Naxos dann eine Wohltat. Nur 30 Zimmer, aber leider auch kein beschallungsfreier Pool. Innerhalb einer Stunde baten wir zweimal, die Musik leiser zu drehen - als sie zum dritten Mal grundlos lauter gestellt wurde, haben wir uns zum Meer zurückgezogen.
Eines Abends sahen wir auf der Nachbarsinsel Paros einen rauchenden Berg - zur Verwunderung des Restaurant-Personals. Es gibt auf Paros keinen Vulkan und der Kellner versicherte uns, dass er soetwas in den 15 Jahren, die er mittlerweile auf Naxos lebt, noch nie gesehen hat.
Interessant ist auch, dass es laut Zettel auf der Toilette einen Wasser-Engpass auf der Insel gibt und man so die Touristen ersucht, sparsam damit umzugehen. Interessant deshalb, weil man die künstlich angelegten Gärten großzügig bewässert und die Liegen genauso großzügig mit dem Hochdruckreiniger abgesprüht anstatt sie mit einer Bürste o.Ä. zu reinigen.
Auf Naxos sahen wir viele herrenlose Katzen, die leider nicht immer gut behandelt wurden, auf Santorini hingegen viele herrenlose Hunde...
Schließlich haben wir ein Organic-Shirt und einen Seiden-Schal aus griechischer Produktion im ältesten Shop auf Naxos erworben sowie eine handgemachte, auch in Griechenland hergestellte Kette in einem anderen. Zumindest war dies auf dem Etikett zu lesen. Auch bei den Lebensmitteln hatten wir den Eindruck, dass diese überwiegend aus heimischer Produktion bzw. eigenem Fang stammten. Die Tomaten hatten eine ähnliche Färbung wie die in unserem Garten gewachsenen - im Unterschied zu dem Rot, das man von den im Supermarkt erhältlichen kennt.
Zu guter Letzt bin ich noch neugierig, welchen Fußabdruck, also wieviel CO2, der Flug verursacht hat. Es handelte sich um eine Boeing 737-800 mit Winglets, nahezu 100%ig ausgelastet (=162 Passagiere). Mit einem Tankinhalt von 26020 Litern kann sie bei voller Auslastung 5765 km fliegen, woraus sich ein Verbrauch von 4,51 Liter Kerosin pro Kilometer ergibt.1
In etwa 1600 km von Linz nach Santorini ergeben einen Verbrauch von 7216 Litern Kerosin für eine Strecke. Wenn pro Liter Kerosin 2,575 kg CO2 freigesetzt werden2, ergibt das pro Person und Strecke 114,7 kg.
Als ich im Buch "Bin ich eine Klimasau?" las, dass bei 65% Auslastung ein Flugzeug durchschnittlich 40kg CO2 pro Person und 100 Kilometer ausstößt3, verwunderte mich das, denn: bei 100% Auslastung wären das 26 kg / 100 km und Person, also 416 kg bei 1600 km. Dann las ich, dass ein RFI-Faktor4 von 3 zur Anwendung kam, wodurch das Ganze schon in die Nähe meiner Berechnungen rückt. Zu guter Letzt ergab auch die - sehr detaillierte - Berechnung auf atmosfair.de 310 kg pro Strecke5.
Quellen